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Aaron Douglas ist in den letzten Jahren in vielen SF-Serien und Filmen (Catwoman, The Chronicles of Riddick, I Robot, X-Men 2) in kleinen Rollen aufgetaucht. Als Chief Tyrol ist er in der neuen Battlestar Galactica-Serie hauptsächlich auf dem Hangardeck des Kampfsterns zu finden und kennt jede Schraube der Viper-Raumjäger. Privat ist Douglas eine Stimmungskanone und weiß Parties auf Cons gut zu feiern. Robert Vogel traf ihn auf der Battlestar Atlantia-Con in Bad Salzdetfurth direkt nach seinem Panel.
Du bist ein echt guter Entertainer.
Ach, ich stehe einfach gerne auf der Bühne und rede zu den Fans. Nach Programmende mische ich mich dann unter das Publikum und feiere mit. Das fällt mit deutschem Bier leicht.
Die neue Battlestar Galactica-Serie hat ja sehr schnell eine große Fangemeinde gewonnen.
Es ist ja auch eine wirklich gute Serie und hat einen bekannten Namen. Sie läuft in Amerika im Sci-Fi Channel direkt hinter Stargate SG-1 und Stargate Atlantis, und das war eine gute Entscheidung. So laufen einen ganzen Abend lang Kult-SF-Serien. Da haben die meisten Zuschauer hinter Stargate wohl einfach den Fernseher laufen lassen und auch an uns Gefallen gefunden.
Zu Beginn der Serie waren viele Fans sehr skeptisch.
Ich glaube, das hat uns sogar geholfen. Du weißt ja: Negative Publicity ist auch Publicity. Die ganze Kontroverse im Vorfeld, die nicht nur in der Fan-Öffentlichkeit recht heftig ausgetragen wurde, hat dafür gesorgt, dass viele Leute die Miniserie angeschaut haben, weil sie wissen wollten, worum es eigentlich ging. Ron Moore war ein Fan der Originalserie, aber er wusste, dass man die neue Serie einfach nicht mehr im Stil wie von vor 25 Jahren drehen kann. Ich bin auch kein Fan von Remakes und mochte die Originalserie sehr, aber unser Galactica ist ganz anders. Da trenne ich die beiden Serien und habe kein Problem damit. Gerade Richard Hatch, der ja jahrzehntelang unglaubliche Energie und Geld investiert hat, um die Originalserie fortzuführen, hat eingesehen, dass unsere Serie gute SF ist, und macht bei uns als wiederkehrender Charakter mit.
Mich hat das an die Zeit erinnert, als Star Trek - The next Generation aufkam. Da haben auch viele Fans gemeint, es könne kein Star Trek ohne Spock und Kirk geben, aber sehr bald kippte die Stimmung. Warum ist Dein Charakter bei den Fans so beliebt?
Er ist der hart arbeitende Durchschnittsmensch im Overall. Er ist seinen Leuten gegenüber sehr loyal und lebensnah. Tyrol macht auch Fehler und ist manchen Dingen gegenüber blind, aber er steht dazu und tut das Beste, was er kann. Vergleiche den mal mit einigen der Hauptcharaktere: Baltar ist ein Schleimer, Tigh ist Alkoholiker und Apollo ist manchmal echt weinerlich. Tyrol ist genau der richtige Charakter für mich.
Du hast doch auch bei Stargate mitgemacht?
Das war in den frühen Jahren der Serie, in den Folgen »Maternal Instinct« und »Redemption«. Ich spiele da einen Jaffa, der Tealc, Bratac und das Kind verhört. Es ist übrigens eine interessante Geschichte, wie ich zu dem Job gekommen bin. Nach dem Editieren stellte man nämlich fest, dass die Folge etwa eine Minute zu kurz geraten war. So etwas war zuvor noch nie passiert. Also wurde in Windeseile eine Szene geschrieben und ich Wochen später, als sie schon einige Folgen beim Drehen weiter waren, freitags nachmittags zum Drehort gebracht. Das war direkt vor der Mittagspause. Dann wurde in Windeseile ein kleines Set aufgebaut und die Szene mit den Darstellern und einigen Komparsen durchgejagt. Besonders gut in Erinnerung geblieben ist mir Chris Judge (Tealc), das ist ein richtig netter Riese. Und lachen kann der, den kann man überall hören. (...)
Das Interview führte Robert Vogel
Mehr zu lesen gibt es in der Nautilus 38
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